Blitz-Telefonate mit dem Handy im Auto erlaubt

2014-12-10  |  News

Ein 22-Jähriger Mercedes-Fahrer telefonierte während einer Ampelpause mit dem Handy. Dabei erwischte ihn die Polizei. Einer Strafe entging er trotzdem. Wegen einer Gesetzeslücke.

 

Etuelles Urteil könnte dazu führen, dass vermehrt gegen Bußgelder wegen Handytelefonierens am Steuer Widerspruch eingelegt wird. Der Autofahrer muss nachweisen, dass der Motor seines Autos während des Telefonierens ausgeschaltet war, zum Beispiel an einer Ampel durch die Start-Stopp-Automatik. Dann hat er gute Aussichten, einer Bestrafung zu entgehen.

 

Der Fall: Ein Autofahrer aus Dortmund hatte mit seinem Mercedes an einer Ampel gehalten. Die Ampelpause nutzte er für ein Handy-Telefonat – und wurde prompt erwischt. 40 Euro Bußgeld sollte er zahlen – und das Amtsgericht bestätigte zunächst die Entscheidung der Behörde. Der 22-Jährige legte allerdings Rechtsmittel ein. Damit hatte er Erfolg.

 

Das Oberlandesgericht Hamm erklärte in seiner Urteilsbegründung , dass der Mann kein Bußgeld zu zahlen habe. Denn die Straßenverkehrsordnung regle eindeutig, dass die Nutzung eines Mobiltelefons am Lenkrad nur während des Fahrens beziehungsweise bei laufendem Motor verboten sei.

 

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